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Sagen Bilder mehr als 1000 Worte ?

5. November 2004

Sie hören eine Stimme und denken vielleicht: Schön und gut, doch ein Bild sagt mehr als 1.000 Worte. Aber stimmt das wirklich? Sagen Bilder mehr als 1000 Worte? Und wie sieht diese Entwicklung unter neurologischen Gesichtspunkten aus? Gute Fragen für Produzenten multimedialer Lernprogramme, wir haben uns einmal umgesehen.

In dem Buch „New Positioning“ von Jack Trout und Steven Rivkin finden sich einige interessante Anmerkungen zu diesem Thema. Zum Beispiel von Thomas Sticht, einem „renommierten Psychologe, Wissenschaftler und Autor von 95 Artikeln über Kommunikation“:

“Ich ziehe es vor zu glauben, daß ein Wort mehr als tausend Bilder sagt. Wie viele Bilder fallen Ihnen ein, mit denen Ideen vermittelt wurden? Ideen wie Gott, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit und Liebe. Es ist sehr schwierig, dafür Bilder zu finden. Und deshalb glaube ich, daß ein Wort oft tausend Bilder wert ist:”

Die Psychologin Dr. Elisabeth Loftus von der University of Washington, ist übrigens der gleichen Überzeugung: “Das Ohr ist dem Auge in vielerlei Hinsicht überlegen. Laborexperimente unter kontrollierten Bedingungen haben gezeigt, daß Probanden, die eine Reihe von Wörtem vom Kassettenrecorder hörten oder auf Dias sahen, mehr Wörter behalten konnten, wenn sie diese gehört hatten.

Was Konsumenten sympatischer ist

Laut einer Studie an der Northwestern University lassen sich Verbraucher leichter von einem Produkt überzeugen, wenn dazu eine rein verbale Bolschaft eingesetzt wird. Sie fanden ein Shampoo besser und wollten es eher kaufen, als in einem anderen Fall, in dem die verbale Botschaft mit Bildern kombiniert wird. Die verbale Botschaft alleine scheint eher eine posive Einstellung zum Produkt zu erzeugen.” Dazu noch einmal Dr. Elisabeth Loftus:

Das optische und das akustische Gedächtnis

“Um den Grund dafür zu verstehen, muß man wissen, daß das Gehim im wesentlichen über zwei Möglichkeiten verfügt, um Eindrücke zu speichern: Es gibt das ikonische Gedächtnis für die visuellen Bilder und das Lautgedächtnis, das Hörbilder speichert. Wenn das Auge visuelle Informationen aufnimmt, werden diese fast vollständig im ikonischen Gedächtnis gespeichert, allerdings nur für etwa eine Sekunde. Wenn dagegen das Ohr Informationen aufnimmt, werden diese ebenfalls fast vollständig gespeichert, aber für längere Zeit, nämlich für vier bis fünf Sekunden. Das bedeutet, daß das Lautgedächtnis dauerhafter ist, als das Gedächtnis für visuellen Informationen.”

Neuere Studien

Und tatsächlich, auch neuere Studien konnten zeigen, daß das visuelle Kurzzeitgedächtnis eine ziemlich begrenzte Aufnahmekapazität besitzt. Lediglich drei bis vier Objekte können wir dort zwischenspeichern. Dann schieben wir die Eindrücke entweder ins Langzeitgedächtnis weiter, oder sie werden gelöscht (Jay Todd und René Marois, Vanderbilt Vision Research Center, Nashville).

Das Ohr ist schneller als das Auge

Nicht nur in der Werbung wird darüber nachgedacht, ob in dem einen oder anderen Fall lieber das gedruckte oder das gesprochene Wort eingesetzt werden soll. Dabei gibt es einen großen Unterschied: Das Ohr ist schneller als das Auge.

Tests belegten, daß das menschliche Gehirn in der Lage ist, ein gesprochenes Wort in 140 Millisekunden zu verarbeiten. Für ein gedrucktes Wort dagegen benötigt es 180 Millisekunden. Die Psychologie erklärt diese Verzögerung von 40 Millisekunden damit, daß das Gehirn visuelle Informationen zunächst in Töne übersetzt, um sie zu verstehen.

Hören bleibt länger haften

Doch man hört aber nicht nur schneller als man sieht, das Gehörte bleibt auch länger im Gedächtnis haften. Ein visueller Eindruck verschwindet in einigen Sekunden, falls das Gehirn nicht aktiv wird und das Wesentliche speichert (visuelles Kurzzeitgedächtnis).

Was wir hören, bleibt dagegen vier- bis fünfmal länger im Gedächtnis (daher verlieren wir auch beim Lesen so leicht den Faden): Deshalb können wir dem gesprochenen Wort auch leichter folgen. Es sieht also ganz danach aus, daß es effektiver ist, eine Botschaft zu hören, als sie zu lesen.

Erstens speichert das Gedächtnis die gesprochenen Worte länger, so daß Sie dem Gedankenfluß leichter folgen können. Zweitens verleihen die paraverbalen Signale wie Tonfall, Sprechtempo, Pausen, Betonungen usw. den Worten eine Wirkung, die wir mit einem gedruckten Text alleine nie erreichen.

Denken - ein Prozeß der Klangverarbeitung?

Psychologen haben weiterhin festgestellt, daß Texte beim Lesen zunächst in eine Art gesprochener Sprache codiert werden. Als müßte das Gehirn die gedruckten Worte erst einmal in Sprache umsetzen, bevor es sie versteht. Deshalb bewegen Leseanfänger häufig ihre Lippen, wenn sie lesen. Es gibt also Hinweise, daß sich das Gehirn am Hörsinn orientiert. Denken wäre demnach ein Prozeß der Verarbeitung von Klängen, weniger von Bildern.

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Herz und Hexameter

5. November 2004

Eine Forschergruppe unter Beteiligung der Universität Witten/Herdecke hat herausgefunden, wie sich der besondere Rhythmus antiker Strophen auf ein positives Zusammenspiel von Herzschlag und Atmung auswirkt. “Das Rezitieren von Hexametern hat eine ähnlich positive Wirkung auf den Herz-Kreislauf wie Joggen oder Fitnesstraining”, sagt Dirk Cysarz, Mitglied der Forschergruppe und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medizintheorie und Komplementärmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Das Vortragen von Gedichten habe aber zudem auch seelisch-geistige Auswirkungen: “Die Probanden fühlten sich erfrischt und waren ausgewogener.” Die Studie ist in der August-Ausgabe der Fachzeitschrift “American Journal of Physiology” veröffentlicht worden.

Von dem antiken Dichter Homer, der im 8. Jahrhundert vor Christus gelebt hat, stammt neben der Odyssee auch die Ilias, in der der Kampf um Troja geschildert wird. Beide Epen transportieren ihren Inhalt in einem festen Versmaß.

Beim so genannten Hexameter werden sechs Silben pro Verszeile betont. In der strengsten Form folgen der betonten Silbe stets zwei unbetonte. Von der wohltuenden Wirkung der Rezitation von Hexameter-Versen sind Kunsttherapeuten seit langem überzeugt. Für ihre wissenschaftlichen Untersuchungen über den Zusammenhang zwischen Hexameter, Herzschlag und Atmung verwendeten die Forscher eine deutsche Übersetzung, die den Rhythmus der jahrtausendealten Verse beibehält.

“Mit Hexameter-Versen können langsame Atemschwingungen erzeugt werden”, erläutert Cysarz. Der Physiker hat in Witten über die Synchronisation von Herzschlag und Atmung promoviert. Ebenfalls an den aktuellen Studien beteiligt waren das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke und die Kollegiale Instanz für Komplementärmedizin der Universität Bern.

Die Auswertung der Daten ergab folgendes: Während der Rezitation der antiken Verse war eine deutliche Synchronisation von Herzschlag und Atemfrequenz zu beobachten. Die durch den Hexameter-Rhythmus bedingten langsamen Atemschwingungen erzeugten eine harmonische und regelmäßige Herzschlagfolge.

INFO: Hexameter

(Quelle: Hexameter ) Der Hexameter ist der Grundvers des antiken Epos. Homers Ilias und Odyssee, die ersten schriftlich fixierten Heldenepen der Menschheit, stehen ebenso in Hexametern wie die einige Jahrhunderte später entstandene Aeneis von Vergil. Klopstock entdeckte den Hexameter für das deutsche Epos: in seinem Messias wird er zum Versmaß religiös-hymnischer Gesänge und verdrängt den bis dahin vorherrschenden Alexandriner. Goethe hingegen popularisiert in seinem Reinecke Fuchs das antike Versmaß.

Der Hexameter ist ein auftaktloser Sechsheber, der in der strengsten Variante ausschließlich aus Daktylen besteht, die jedoch teilweise durch einen Spondeus ersetzt werden, um Eintönigkeit zu vermeiden. Ebenso kann der erste oder dritte Versfuß unvollständig sein, d.h. eine Senkung fehlen, keinesfalls jedoch beim fünften Daktylus. Der Vers endet mit einer einfachen Senkung, d.h. mit einem unvollständigen Daktylus. Durch die Vielzahl der Doppelsenkungen übertrifft der Hexameter selbst den Alexandriner an Länge. Mehr dazu: Uni Essen

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Siesta Social Club

5. November 2004

Falls Sie dieses Zeilen zwischen 14 und 16 Uhr nachmittags lesen: Halten Sie sofort nach einem Sofa Ausschau! Schlafforscher sind der Meinung, dass eine Siesta um diese Zeit noch erholsamer wirkt als der Nachtschlaf und uns die entscheidende Flipperlänge nach vorn bringt … Was in Südeuropa als selbstverständlich gilt (und in China verfassungsmäßiges Recht ist), wird hierzulande nur Kindern und älteren Leuten gegönnt – dabei würde es Berufstätigen außerordentlich gut tun. „Das Nickerchen am Mittag ist nicht nur eine Tradition, der Biorhythmus der meisten Menschen verlangt ihn sogar“, sagt Jürgen Zulley, Chronobiologe und Leiter des Schlafmedizinischen Zentrums der Universität Regensburg.

Zwischen 15 und 30 Minuten Mittags zwischen 14 und 16 Uhr fällt bei den meisten die Leistungskurve drastisch ab: Höchste Zeit für die Siesta! Eine Siesta steigert die geistige Fitness, verbessert das Allgemeinbefinden und ist gut für Ihr Herz. Schon zehn Minuten (keinesfalls jedoch mehr als eine Stunde) reichen aus, um für die zweite Tageshälfte wieder fit zu sein. Untersuchungen haben gezeigt, dass Mitarbeiter, die ein kurzes Mittagsschläfchen einlegen, sobald sie müde sind, anschließend viel weniger Fehler in der Arbeit machen als jene, die ihre Müdigkeit verschleppen.

Büroschlaf fördert Kreativität

„Büroschlaf“ fördert Kreativität und Leistungsfähigkeit In unserer heutigen Stressgesellschaft wird wohl kaum jemand bei einem plötzlich auftretenden Schlafbedürfnis etwa im Büro ein kurzes Nickerchen halten. Wie Wissenschaftler an schlummernden Testpersonen anhand der Auswertung von Biosignalen wie Herz- und Hirnfunktion nachweisen konnten, ist die „Extraportion“ Schlaf jedoch keine unproduktive Ausfallzeit – im Gegenteil, sie verbessert die geistige Leistungsfähigkeit, die allgemeine Verfassung, das Gedächtnis und die Herzfunktion.

Vielleicht wäre es also – so die Wissenschaftler – sinnvoller, das Schlafbedürfnis nicht mehr in einem „Block“, also etwa 8 Stunden nachts, zu befriedigen, sondern einen Teil des Schlafs über den Tag zu verteilen. Das mag am Wochenende oder in der arbeitsfreien Zeit ja gut möglich sein, aber welcher Arbeitgeber wäre bereit, in den Büros und Betrieben Ruhezonen einzurichten, auch wenn dadurch die Kreativität und Leistungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter verbessert würde? Vielleicht sollten sie es sich aufgrund der beeindruckenden Forschungsergebnisse doch überlegen. (Quelle: Deutsches Grünes Kreuz e.V., Marburg)

Gute Laune nach dem Mittagsschlaf

Weil der Mittagsschlaf für die meisten Menschen nicht realisierbar ist, wird er gern belächelt. Dabei haben französische Schlafforscher jetzt wissenschaftlich untermauert, was viele schon für sich entdeckt haben: Ein kurzes Nickerchen erfrischt den Körper, schärft die Sinne, stärkt die gute Laune und den Optimismus.

Links:

Siesta Consulting, von dem Wiener Siesta-Spezialisten Mario Filoxenidis
Siesta Consulting

Siesta Social Club auf comedweb, dem Internetportal von CO´MED
Siesta Social Club auf comedweb

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M-Learning 4 Generation Txt?

5. November 2004

Ich predige es seit Jahren (schwingt da ein leichter Frust mit ?), drum freue ich mich doppelt, dass Howard Rheingold ebenfalls der Meinung ist “Forget wikis, blogs and other online learning tools — one professor says the future of higher education is mobile. ” Wichtige Bestandteile der mobile communication tools, so Prof. Bryan Alexander, ist der “emotional investments increase” und das daraus resultierende “swarm learning”. Smartphones als Zugang zum omnipräsenten Datenraum, der zunehmend das stationäre Internet verdrängt? Wichtiger Trend - Artikel über the future of higher education is mobile. Dazu passend: The wings of learning, das europäische mobile Lernlabor: MOBilearn Project.

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Videosendungen selbst produzieren

5. November 2004

Es gibt geniale Software und Guerilla-Tools. Letztere sind nicht nur genial, sondern auch simpel in der Bedienung und preiswert in der Anschaffung. Videocue und Wirecast sind zwei Guerilla-Tools, die für eine Handvoll Dollar ein ganzes TV-Studio ersetzen. Sie sind für Macs erhältlich, was für Laien eher von Vorteil ist …

Videocue (Mac)

Mit Videocue können Sie einen Beitrag vom Teleprompter (auf dem Laptop) ablesen, die Webcam zeichnet Ihr Gesicht auf, unterbrochen höchstens von Bildern, die Sie an der entsprechenden Stelle in Ihrem Manuskript abgelegt haben. Beides wird dann live gesendet, Untertitel inclusive haben Sie ein perfektes Ministudio auf dem Schreibtisch! Es eignet sich für Live-Seminare und Aufzeichnungen (on demand), befähigt Trainier und Unternehmen als Webcaster aufzutreten und eignet sich auch für Laien (100 Dollar).

Wirecast (Mac)

Ebenfalls von Varasoft kommt das Programm Wirecast, das ebenfalls für streaming von Live-Seminare geeignet ist, die Palette aber noch um weitere Features und Möglichkeiten erweitert. Sie können mehrere Kameras kombinieren, Videountertitel und 3D Grafiken aus der umfangreichen Bibliothek einblenden, es ist für reibungslose Kooperation mit Apple Keynote Speaker und dem Streaming Server optimiert und so weiter (400 Dollar).

Live Channel Pro (Mac)

Professioneller und umfangreicher kommt nur noch Live Channel Pro daher, das mobile TV-Studio für den Mac - für weniger als 1.00 Dollar. Unglaublich, vor fünf Jahren hätte das Paket mehr als 100.000 Dollar gekostet! Alle drei Anwendungen sind ein ideales Werkzeug für Training, Aus- und Weiterbildung. Selbst wenn man professionelle Hilfe für Einrichtung und Erklärung hinzuzieht - das Preis/Leistungsverhältnis ist unschlagbar!

Camtasia Studio (Windows)

Gut für (den Einstieg) ins onlinegestützte Lernen: Das Camtasia Studio für den Laptop. O-Ton TechSmith: “Keine Multimedia-Expertise nötig, um Bildschirm-Aktionen aufzunehmen und zu vertonen, Video- und Audioclips zu bearbeiten, Interaktivität und Callouts zu ergänzen, die Ergebnisse in allen populären Videoformaten (Quicktime, Real, Windows Media, Flash) auszuliefern, inclusiv Menüs für CD und Webweitergabe …” - und das alles für 300 Euro!

Links:

Varasoft, Hersteller von Videocue und Wirecast
Varasoft

Live Channel Pro
Channelstorm

TechSmith
Camtasia Studio

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Global Access: Audioblogs

4. November 2004

Was Blogs sind (zum Beispiel diese Seite), ist inzwischen bekannt. Auch ihre wachsende Rolle als Publikationsplattform in Gesellschaft, Kultur und Politik angeht. Das akustische Pendant sind Audioblogs. Genial einfach ist der 5 Dollar/Monat-Service von Audioblog. MP3 Files publizieren gehört dazu (wird via Flash abgespielt), doch der Clou ist die Handyfunktion. Einfach anrufen, und Ihr Anruf wird automatisch als Audiofile eingefügt. So machen Sie Ihr Handy zum mobilen Sendestudio: Audioblog.com

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Kostenloser Download: 701 E-Learning Tips

4. November 2004

Thanks to The MASIE Center’s TRENDS readers and e-Learning Consortium Members, over 1000 e-Learning tips were received, analyzed, and categorized. These tips are from senior managers and training professionals from major corporations around the world. We have edited and compiled 141 pages and 14 chapters covering the ABC’s of getting started to global implementation strategies: 701 e-Learning Tips (13 MB, PDF)

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Podcasting - Internetradio für Unternehmen und Trainer

4. November 2004

Podcasting ist eine Mischung aus iPod (dem MP3 Player von Apple) und webcasting (im Intenet senden). Gehört, gesehen und gestreamt werden meistens Audiobeiträge, ein kostenloser Programm lädt die abonnierten Sendungen im Hintergrund auf den PC. Abends lädt man sich die besten Beiträge auf dem MP3 Player, um sie dann auf der Heimfahrt oder beim Joggen in Ruhe anzuhören. Podcasting ist eine personalisierte Radiosendungen, ein überaus preiswertes Kommunikationsmedium für Trainer und Unternehmen … Diese können Podcasting dazu nutzen, personalisierte Sendungen für bestimmte Nutzergruppen praktisch ohne Streuverlust direkt auf den MP3 Player zu senden. Das können Infos über neue Produkte und Services sein, Mitteilungen an den Aussendienst, Unternehmensnachrichten, oder trainerseitig: Kurze Audiobeiträge, um Seminarinhalte aufzufrischen, zu ergänzen, bis hin zum kompletten Audioseminar: Nichts ist unmöglich.

Die iPod-Szene ist in wenigen Monaten förmlich explodiert, in den USA gibt es von den täglichen Technikshows, über Politshows, Promoplattformen bis zu den unzähligen (bisweilen auch unerträglichen) Audiotagebüchern jede Menge Neues auf die Ohren. Und für die Augen: Dutzende aktueller Videos können Sie - direkt aus den Staaten - Minuten später auf dem heimischen PC ansehen. Während des US-Wahlkampfes war die Szene einer der besten Infoquellen! Janko Röttgers in der “Frankfurter Rundschau”:

“… Podcaster produzieren Sendungen im heimischen Wohnzimmer und wenden sich über das Internet an ein weltweites Publikum. Der Clou: Niemand muss ihre Shows zu festen Ausstrahlungsterminen am heimischen PC hören. Sobald eine neue Sendung online ist, wird sie mit frei verfügbaren Programmen automatisch auf den iPod heruntergeladen. Currys Daily Source Code betitelte Sendung ist eine amüsante Mischung aus Podcasting-News, Musik und Smalltalk. Andere Sendungen beschäftigen sich mit Fotografie, Urheberrecht oder Neuigkeiten rund um das freie Betriebssystem Linux. Die Zahl der Sendungen wächst rasant: Mitte September gab es nur eine Hand voll Podcaster. Mittlerweile sind mehr als 100 regelmäßige Sendungen im Netz verfügbar. “Uns Konsumenten wurde eingebläut, dass wir unsere MP3-Player nur mit unseren CD oder gekauften Musik-Downloads füllen können”, erklärt Curry. Das sei aber längst nicht alles. “In Wirklichkeit kann man darauf jede Art von Audio-Dateien übertragen. Shows, Vorlesungen, Wettervorhersagen, Liebesbriefe - wie bei Weblogs sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt …”

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edu.tainment pur: Claus Boysen liest Rainer Maria Rilke

4. November 2004

Die Erinnerung an seine Kindheit beschäftigte Rilke sein ganzes Leben. Dieser Auseinandersetzung verdanken wir einige der schönsten Gedicht in deutscher Sprache. Wann haben Sie zuletzt bewusst ein Gedicht gehört ? Zum Wochenausklang eine Reise in die “Kindheit”, meisterhaft interpretiert von Claus Boysen, über den die ZEIT schreibt: “Mitunter hört man exzeptionelle Sprecher wie Gert Heidenreich oder Claus Boysen im Radio Gedichte so vortragen, dass der eigenen stummen Lektüre ein Licht aufgesteckt wird (”Zeit zum Hören”, 21. 02. 1997).” Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser, dass es sich um eine exclusive edu.tainment Produktion handelt, November 2004, die Musik stammt von EHMA, produziert wurden die Aufnahmen in den Heidelberger lutzland-studios.

Kindheit

Da rinnt der Schule lange Angst und Zeit
mit Warten hin, mit lauter dumpfen Dingen.
O Einsamkeit, o schweres Zeitverbringen…
Und dann hinaus: die Straßen sprühn und klingen
und auf den Plätzen die Fontänen springen
und in den Gärten wird die Welt so weit -.
Und durch das alles gehn im kleinen Kleid,
ganz anders als die andern gehn und gingen -:
O wunderliche Zeit, o Zeitverbringen,
o Einsamkeit.

Und in das alles fern hinauszuschauen:
Männer und Frauen; Männer, Männer, Frauen
und Kinder, welche anders sind und bunt;
und da ein Haus und dann und wann ein Hund
und Schrecken lautlos wechselnd mit Vertrauen -:
O Trauer ohne Sinn, o Traum, o Grauen,
o Tiefe ohne Grund.

Und so zu spielen: Ball und Ring und Reifen
in einem Garten, welcher sanft verblasst,
und manchmal die Erwachsenen zu streifen,
blind und verwildert in des Haschens Hast,
aber am Abend still, mit kleinen steifen
Schritten nachhaus zu gehn, fest angefasst -:
O immer mehr entweichendes Begreifen,
o Angst, o Last.

Und stundenlang am großen grauen Teiche
mit einem kleinen Segelschiff zu knien;
es zu vergessen, weil noch andre, gleiche
und schönere Segel durch die Ringe ziehn,
und denken müssen an das kleine bleiche
Gesicht, das sinkend aus dem Teiche schien -:
O Kindheit, o entgleitende Vergleiche.

Wohin? Wohin?

Rainer Maria Rilke, Winter 1905/06, Paris (Meudon)

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Weiterbildung - Fakten und Fiktionen

4. November 2004

Europaweit, so eine aktuelle Studie von IBM und Forrester Research, sehen zwar über 90 Prozent der Unternehmen in der Weiterbildung einen entscheidenden Faktor für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit , aber nur jedes dritte Unternehmen hat ein formales Fortbildungsprogramm etabliert. Etwa die Hälfte der befragen Firmen nutzt bei der Weiterbildung auch E-Learning - Wunsch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Für “Skills Survey” führte Forrester Research im Auftrag von IBM 255 Gespräche bei Unternehmen in Frankreich, Deutschland, Italien, Skandinavien, Spanien und Großbritannien. Die Befragten waren CEOs, CIOs, CFOs, Personalleiter und deren Direktberichtende aus Firmen aller Branchen und Größen.

Trotz des Einvernehmens über den hohen Stellenwert der Weiterbildung an sich gaben die europäischen Befragten des „Skills Survey“ an, dass sie durchschnittlich lediglich 0,05 Prozent ihres Umsatzes in die Weiterbildung investieren. Ebenso weit klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander bei der Beurteilung der Fähigkeiten und Kompetenzen, die die Industrie künftig brauchen wird. Alfred Wiktorin, Manager Learning Solutions, Business Consulting Services, IBM Österreich betont:

„Der Erfolgsfaktor besteht in der jeweils sinnvollsten Kombination verschiedener Formen technologie-gestützten Lernens mit bewährtem „Face-to-Face“ - sogenanntem Blended Learning. In Österreich erkennen zunehmend mehr Organisationen den Wert von E-Learning als fixen Teil einer Ausbildungs-Strategie. Idealerweise leitet sich diese aus den Unternehmenszielen ab. Darüber hinaus sehen wir noch enormes Potenzial für Österreichs Universitäten, sich mit zusätzlichen E-Learning-Angeboten im Spitzenfeld zu etablieren.“

Und wie hält es der Auftraggeber? “IBM investiert etwa 800 Millionen US-Dollar jährlich in die Weiterbildung ihrer MitarbeiterInnen weltweit. IBM Mitarbeiter verbringen ungefähr 17 Millionen Stunden jährlich, das entspricht etwa 55 Stunden pro Mitarbeiter, in Schulungen – ob in Form von Online- oder traditionellem Klassenraum-Training. Circa 47 Prozent aller weltweiten IBM internen Schulungen werden online durchgeführt.”

Quelle: IBM

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