edu.tainment pur: Claus Boysen liest Rainer Maria Rilke
4. November 2004
Die Erinnerung an seine Kindheit beschäftigte Rilke sein ganzes Leben. Dieser Auseinandersetzung verdanken wir einige der schönsten Gedicht in deutscher Sprache. Wann haben Sie zuletzt bewusst ein Gedicht gehört ? Zum Wochenausklang eine Reise in die “Kindheit”, meisterhaft interpretiert von Claus Boysen, über den die ZEIT schreibt: “Mitunter hört man exzeptionelle Sprecher wie Gert Heidenreich oder Claus Boysen im Radio Gedichte so vortragen, dass der eigenen stummen Lektüre ein Licht aufgesteckt wird (”Zeit zum Hören”, 21. 02. 1997).” Dem ist nichts hinzuzufügen, ausser, dass es sich um eine exclusive edu.tainment Produktion handelt, November 2004, die Musik stammt von EHMA, produziert wurden die Aufnahmen in den Heidelberger lutzland-studios.
Kindheit
Da rinnt der Schule lange Angst und Zeit
mit Warten hin, mit lauter dumpfen Dingen.
O Einsamkeit, o schweres Zeitverbringen…
Und dann hinaus: die Straßen sprühn und klingen
und auf den Plätzen die Fontänen springen
und in den Gärten wird die Welt so weit -.
Und durch das alles gehn im kleinen Kleid,
ganz anders als die andern gehn und gingen -:
O wunderliche Zeit, o Zeitverbringen,
o Einsamkeit.
Und in das alles fern hinauszuschauen:
Männer und Frauen; Männer, Männer, Frauen
und Kinder, welche anders sind und bunt;
und da ein Haus und dann und wann ein Hund
und Schrecken lautlos wechselnd mit Vertrauen -:
O Trauer ohne Sinn, o Traum, o Grauen,
o Tiefe ohne Grund.
Und so zu spielen: Ball und Ring und Reifen
in einem Garten, welcher sanft verblasst,
und manchmal die Erwachsenen zu streifen,
blind und verwildert in des Haschens Hast,
aber am Abend still, mit kleinen steifen
Schritten nachhaus zu gehn, fest angefasst -:
O immer mehr entweichendes Begreifen,
o Angst, o Last.
Und stundenlang am großen grauen Teiche
mit einem kleinen Segelschiff zu knien;
es zu vergessen, weil noch andre, gleiche
und schönere Segel durch die Ringe ziehn,
und denken müssen an das kleine bleiche
Gesicht, das sinkend aus dem Teiche schien -:
O Kindheit, o entgleitende Vergleiche.
Wohin? Wohin?
Rainer Maria Rilke, Winter 1905/06, Paris (Meudon)
Weiterbildung - Fakten und Fiktionen
4. November 2004
Europaweit, so eine aktuelle Studie von IBM und Forrester Research, sehen zwar über 90 Prozent der Unternehmen in der Weiterbildung einen entscheidenden Faktor für den Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit , aber nur jedes dritte Unternehmen hat ein formales Fortbildungsprogramm etabliert. Etwa die Hälfte der befragen Firmen nutzt bei der Weiterbildung auch E-Learning - Wunsch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Für “Skills Survey” führte Forrester Research im Auftrag von IBM 255 Gespräche bei Unternehmen in Frankreich, Deutschland, Italien, Skandinavien, Spanien und Großbritannien. Die Befragten waren CEOs, CIOs, CFOs, Personalleiter und deren Direktberichtende aus Firmen aller Branchen und Größen.
Trotz des Einvernehmens über den hohen Stellenwert der Weiterbildung an sich gaben die europäischen Befragten des „Skills Survey“ an, dass sie durchschnittlich lediglich 0,05 Prozent ihres Umsatzes in die Weiterbildung investieren. Ebenso weit klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander bei der Beurteilung der Fähigkeiten und Kompetenzen, die die Industrie künftig brauchen wird. Alfred Wiktorin, Manager Learning Solutions, Business Consulting Services, IBM Österreich betont:
„Der Erfolgsfaktor besteht in der jeweils sinnvollsten Kombination verschiedener Formen technologie-gestützten Lernens mit bewährtem „Face-to-Face“ - sogenanntem Blended Learning. In Österreich erkennen zunehmend mehr Organisationen den Wert von E-Learning als fixen Teil einer Ausbildungs-Strategie. Idealerweise leitet sich diese aus den Unternehmenszielen ab. Darüber hinaus sehen wir noch enormes Potenzial für Österreichs Universitäten, sich mit zusätzlichen E-Learning-Angeboten im Spitzenfeld zu etablieren.“
Und wie hält es der Auftraggeber? “IBM investiert etwa 800 Millionen US-Dollar jährlich in die Weiterbildung ihrer MitarbeiterInnen weltweit. IBM Mitarbeiter verbringen ungefähr 17 Millionen Stunden jährlich, das entspricht etwa 55 Stunden pro Mitarbeiter, in Schulungen – ob in Form von Online- oder traditionellem Klassenraum-Training. Circa 47 Prozent aller weltweiten IBM internen Schulungen werden online durchgeführt.”
Quelle: IBM
edu.tainment Testlabor eingerichtet
1. November 2004
Seit dem 1. November haben wir das edu.tainment Testlabor einerichtet. Frei zugänglich ist der Kurse “Kreative Vorstellungen”, der als Creative Commons Projekt geplant ist. Weitere Laborexperimente sind der Kurs in Visualisieren, sowie eine Einführung in das Emotionale AbspannTraining (EAT). Direkt zum edu.tainment Testlabor















