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Die Ludwigsburg-Trilogie

18. November 2008

Umsonst, aber nicht vergeblich habe ich im Rahmen meiner LdL-Dokumentation (Lernen durch Lehren) auf dem 2. educamp in Berlin Jean-Pol Martin interviewt, meinen Besuch in der PH Ludwigsburg als Podcast und videotechnisch in drei Teilen aufbereitet - und im Januar geht es wahrscheinlich nach Bayern, um LdL in einer Schule zu dokumentieren, eine Reise die ich zusammen mit den Ludwigsburgern unternehmen werde. Aus all dem Material werde ich anschliessend (abgerundet von einigen weiteren Interview) einen ca. einstündigen Film machen, das zum Plan, zum Kontext und als allgemeine Einführung, eine Reihe von essentiellen Links zum Thema LdL (und Medien) finden Sie am Ende des Artikels.

Und um Ihnen die Trilogie auf einen Blick zu präsentieren, habe ich die drei Beiträge hier zusammengefaßt, wobei der dritte Teil mit  30 Minuten nicht nur äusserst aufschlußreich ud spannend ist, sondern auch den youtube-üblichen Rahmen von 30 Minuten sprengt, weswegen er bei blip.tv gehostet ist und ein anderes Playerdesign aufweist.

Nochmals vielen Dank an die Mitspieler und Mitspielerinnen von der PH Ludwigsburg, bei solchen Nachwuchslehrern und Talenten brauche ich mir um die Schulbildung meines Sohnes keine grösseren Sorgen zu machen, was angesichts der heute erschienenen Pisa-Studie eigentlich angebracht wäre. Also: Tusch, chapeau und congratz, Vorhang auf für die Ludwigsburg-Trilogie!

Lernen durch Lehren - Wikipedia

Jean-Pol Martin´s Weblog

Kurs “Fachdidaktik Informatik”

LdL in der Informatik

Per aspera ad astra

Schule und Meerschweinchen

educamp

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Kommentare

8 Kommentare zu “Die Ludwigsburg-Trilogie”

    Jean-Pol Martin am 18. November 2008 17:54

    Meine Kommentare beim Video-Anschauen:
    1. “Wozu nützt die Vernetzung?”
    - Das Ziel ist, dass man mit anderen Menschen Wissen konstruiert.
    2. “Jeder muss sich ein Netz aufbauen”
    - Richtig. Ganz wichtig!
    3. “LdL-Tag”
    - Super Idee von den Studenten!:-)))
    4. “Fächerintegriert”
    - Man muss die Idee verbreiten, dass jeder Unterricht auf gemeinsame Wissenskonstruktion abzielt und grundsätzlich nur über virtuelle Kommunikation laufen kann, in allen Fächern!
    5. “Es reicht nicht zu sagen, dass es wichtig ist”
    - Nein man muss sagen, dass Wissenskonstruktion gar nicht anders geht! Jeder, der nicht so arbeitet, lebt im alten Paradigma!
    6. “Mache es, und die anderen ziehen nach”
    - Richtig. Selbst machen, nicht warten, bis andere es tun.
    7. “Führerschein”
    - OK. Zwang muss sein.
    8. “Veränderte Lernkultur”
    - Unbedingt. Bestpractice, gutes Beispiel.
    Noch einmal die zentrale Idee: “wir wollen gemeinsam Wissen konstruieren”. Und das geht nur mit anderen, mit Web 20, mit weltweiter Kommunikation.

    Über informelle Netze und die Öffnung von Seminaren « chrisp’s virtual comments am 18. November 2008 18:24

    […] November 18, 2008 von cspannagel Hier ist der grandiose dritte Teil von Lutz Bergers Ludwigsburg-Trilogie: Eine Diskussion von Studierenden meines Seminars über die Möglichkeiten, die das Web 2.0 in […]

    Alexander Rausch am 19. November 2008 20:29

    Die Trilogie ist mal wieder eine super Produktion - Danke dafür! Was mir bei den Videos immer wieder durch den Kopf ging ist folgendes: Es geht viel um Web 2.0 und LdL als “neues” / anderes Konzept in der Lehre.

    Das ist heute aktuell - gehen wir mal 10 Jahre weiter, dann ist vielleicht (wie auch bemerkt wurde) “Web 14.7″, oder etwas ganz anderes aktuell und die heutigen Studenten sind vielleicht in ähnlicher Situation, wie viele Lehrende heute.
    Was müsste also bei den heutigen und zukünftigen Lehrenden anders sein, damit sie mit Web 14.7 (…) genauso umgehen würden, wie heute mit Web 2.0 oder LdL?

    Das ist für mich der spannendste Teil und würde perfekt in die Lehrer Aus- und Fortbildung passen. Wie schon bemerkt wurde, hat Engagement und offen sein für Neues auch viel mit Zeit zu tun: Denn immer am Puls der Zeit zu sein, immer wieder neue Konzepte für die aktuelle Situation (der Gesellschaft, der eigenen Persönlichkeit, der Lernenden…) zu erarbeiten, das strengt an…. aber nur, wenn wir das als “Last” empfinden. Wird es erstmal zur “Last” (z.B. nach der ersten Euphorie, oder nach den ersten 5 Jahren) dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Engagement weniger wird, im Extremfall gegen Null geht.

    Von daher finde ich es interessant zu beleuchten, wie es möglich ist, dass Menschen voller Freude und Energie genau diesen Weg lebenslang gehen (Engagement, Puls der Zeit) und Spaß, Erfolg und Freude dabei empfinden.
    Kann man das lernen? Und wenn ja, wie? Gehörte das dann nicht selbstverständlich als Basisausbildung dazu? Ich meine schon.
    An anderer Stelle können wir das vielleicht mal diskutieren ;-))

    Jean-Pol Martin am 19. November 2008 20:44

    “Von daher finde ich es interessant zu beleuchten, wie es möglich ist, dass Menschen voller Freude und Energie genau diesen Weg lebenslang gehen (Engagement, Puls der Zeit) und Spaß, Erfolg und Freude dabei empfinden.”
    - Da hilft eine Gruppe enorm! Gerade jetzt in unserer Gruppe ist viel support da, und früher habe ich das 15 Jahre lang in der LdL-Kerngruppe erfahren.

    Christian Spannagel am 19. November 2008 23:05

    Das Geheimnis für die Motivation hinter solchen Projekten ist tatsächlich (wie Jean-Pol sagt): Weltverbesserung. Wenn die Studenten wissen, dass sie mit dem, was sie tun, ein Stück Welt verbessern, dann ist die Motivation wahnsinnig hoch. Weltverbesserung ist ein Megamotivator!

    Lutz Berger am 20. November 2008 00:14

    hallo alexander, bevor ich jean-pols und christians antwort lesen konnte, entdeckte ich deinen kommentar und wollte folgendes schreiben (was in die kerbe meiner beiden vorschreiber haut):

    es ist wie in einem fluss: oben die schnellen, kleinen und sich immer aufs neue kräuselnden wellen des zeitgeistes und der techniktrends. hier sind offenheit und reaktionsschnelliigkeit gefragt, lust auf experimente und der ideale raum für pioniere.

    etwas tiefer und in der mitte des flusses dann die ruhigeren wellen der megatrends und zyklen, die können ein jahrzehnt und länger dauern und die zeit bestimmen.

    und darunter, tief im flußbett (wie bei der maslow-pyramide, nur auf den kopf gestellt) findet man die ströme, die uns als menschen ausmachen und prägen:

    neugier, kommunikation, mitgefühl, harmonie und schönheit und das streben nach glück und lust auf weltverbesserung. oben plätschern die vokabeln, unten fliesst die sprache …

    Alexander Rausch am 20. November 2008 20:05

    Hallo Lutz,
    ein sehr schönes Bild und ich gebe mich diesem Fluss auch sehr gerne hin! “Neugier, Kommunikation, Mitgefühl, Harmonie und Schönheit und das Streben nach Glück und Lust auf Weltverbesserung (…)” - Damit ist man auf jeden Fall im Flow des Flusses, des Lebens… ein Leben lang!

    InaMS am 1. Dezember 2008 16:16

    Guten Tag,
    dass mir Eure Inhalte gefallen, habe ich ja schon u.a. in der Maschendraht-Community zum Ausdruck gebracht. Sehr ansprechend finde ich aber auch die technische Umsetzung der Videoaufnahmen. Vielleicht hättet Ihr Lust und Interesse einmal in einem kleinen Gastbeitrag auf blogpatenschaften.de speziell für Web-2.0-Neu-Einsteiger zu beschreiben, welches technische Equipment mindestens nötig ist, um einigermaßen gute Aufnahmen zu machen. Meine ersten Versuche mit Videoaufnahmen lehren mich, dass der EEEPC mit integrierter Web-Cam dafür nur bedingt geeignet ist und auch externe Web-Cams oftmals (spätestens beim Schwenken) ein pixeliges Bild liefern. Manch einer mag ja darin einen gewissen Charme besonders authentischer Berichterstattung sehen, ich finde es aber schade, wenn dadurch Inhalte verloren gehen. In dem Projekt Blogpatenschaften beschäftigen wir (einige engagierte Web-Enthusiasten) uns damit, Web-Wissen weiter zu geben (wie funktionieren Blogs, was ist Twitter, wie gehe ich mit einem Wiki um…) und unterstützen Web-Neueinsteiger sowie soziale Projekte bei der Vernetzung ihrer Themen. Wir richten uns besonders an all jene, die noch nicht in die aktive Online-Kommunikationsgemeinschaft mit einbezogen sind. Vielleicht hättet ihr ein paar Praktikertipps für Neueinsteiger parat?

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