Edupunk
1. Juni 2008
Wochenende Mai/Juni 2008: Wer sich für Wachstum, Verbreitung, Aufzucht und Pflege von Memen interessiert, hat derzeit wieder mal die Möglichkeit, sein Wissen aufzufrischen. Im deutschsprachigen Raum sind wir und die Kollegen von netzlernen als erste darauf aufmerksam geworden, bin gespannt ob Jochen Robes heute abend ebenfalls darüber schreibt, wie auch immer: das Wort verbreitet sich amöbengleich und bringt ein grosses Feld auf einen kleinen Nenner.
Smells like teen spirit
Wer noch nicht so recht weiss, worum es geht, Introducing Edupunk ans Herz gelegt, Mike Caulfield, The Glass Bees, Chronicle (”A group of tech-savvy professors are claiming punk music as inspiration for their approach to teaching. They call their approach Edupunk … seems to be a reaction against the rise of course-managements systems, which offer cookie-cutter tools that can make every course Web site look the same.”) und natürlich Stephen Downes, wir berichteten …
Edunoise
Ohne das Wort weiter zu strapazieren (wer sich an die Achtziger erinnert, kann nicht dabei gewesen sein): es hat was! Es transportiert eine diffuse Frische und Aufbruchstimmung, smells like teen spirit und lässt die dröge Welt der Pädagogik und des corporate learning mal wieder alt aussehen. Staubtuch, bitte!
Die implizite Kapitalismuskritik, das übliche corporate bashing und die ebenso notwendige, wie unzureichende Verkürzung auf einen Begriff wird in eine rege Debatte münden, wütende Kommentare, kluge Abhandlungen und noch klügere Essays evozieren … und besonne Statements wie das von Dave Warlick: “I do not have any real objection to corporate embrace of these tools. We’re all trying to make a living. What worries me, though, is school officials hearing the buzz, and thinking that they can buy their way into the crowd, rather than learning their way in.”
Ich bin gespannt, wie sich das Meme in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten entwickeln wird. Mit seinem impliziten Hunger nach Lernen, dem Anspruch auf open access und der erfrischenden do-it-yourself Attitüde. Über die man zumindest eins sagen kann: sie funktioniert!
















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