Thinking ahead: Transhuman
2. Januar 2005
Der 1952 in Chicago geborene Professor für Politikwissenschaft, Autor und Berater des US-Präsidenten, Francis Fukuyama, sorgt mit Thesen und Büchern wie “The End Of History and The Last Man” immer wieder für Aufmerksamkeit und reges Medieninteresse. Bei einer Umfrage zur Jahresende unter führenden US-Intelektuellen im Auftrag der Zeitschrift “Foreign Policy” warf er einen neuen Begriff in die Debatte: den Transhumanismus.
“Transhumanism might be described as the technology of advanced individual enhancement … Sample transhumanist apps could include cell phone implants (which would allow virtual telepathy), memory backups and augmenters, thought recorders, reflex accelerators, collaborative consciousness (whiteboarding in the brain), and a very long list of thought-controlled actuators. Ultimately, the technology could extend to the uploading and downloading of entire minds in and out of host bodies, providing a self-consciousness that, theoretically, would have no definitive nor necessary end. That is, immortality, of a sort.”
Unter Transhumanismus versteht Fukuyama in erster Linie neurobiologische Schnittstellen und Implantate, den amerikanischen Traum einer klinisch sauberen, technisch-elektronischen Transformation des Menschen. Sein letztes Buch, “Our Posthuman Future: Consequences of the Biotechnology Revolution”, widmete er bereits den Pionieren dieser jungen Zunft, die neben interessanten Ideen und vollmundigen Versprechungen nicht viel zu bieten hat, dafür aber bereits jede Menge venture capital anzieht. Sie versprechen sich einen schnellen ROI mit Blick auf HighTech Medizin und
Befremdlich, dass die zweite neurotechnische Revolution den psychologischen Dimensionen erstaunlich wenig, börsentechnischen Problemen und Fragen der Neurosecurity von CEO´s umso mehr Platz einräumt. Mehr Speicher, weniger Weisheit: Die Börse wird ihn dafür lieben.
















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